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Wettervorhersage
Letzte Aktualisierung: 21.07.2019, 20.34 Uhr
Eine feuchte und warme bis sehr warme Luftmasse bestimmt heute das Wetter in Baden-Württemberg. Von Nordwesten gerät sie nach und nach unter Hochdruckeinfluss. GEWITTER: In Oberschwaben abends letzte Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm in einer Stunde, Böen um 75 km/h und kleinkörnigem Hagel. Hinweis: Vor allem im Rheintal und auch morgen gebietsweise eine starke Wärmebelastung.
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Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 21. Juli 2019 20:34:07 Uhr:


Nachts gering bewölkt und meist trocken. Am Montag sonnig und heiß.
In der Nacht zum Montag nach letzten gewittrigen Schauern gering bewölkt, Durchzug von hohen Wolkenfeldern. In Oberschwaben und entlang der Donau einzelne Nebelfelder. Tiefstwerte bei 17° bis 11°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 21. Juli 2019 20:34:07 Uhr:


Am Montag viel Sonne, nur zeitweilig Durchzug von Zirrusfeldern. Höchstwerte bei 27° im Bergland und 32° im Breisgau. Schwacher bis mäßiger, in Böen frischer Wind aus nördlichen Richtungen. In der Nacht zum Dienstag meist klar bei 18° bis 12°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 21. Juli 2019 20:34:07 Uhr:


Am Dienstag purer Sonnenschein und heiß bei Höchstwerten von 29° im Bergland und 35° am Oberrhein. Kaum kühlender, schwacher bis mäßiger nordöstlicher Wind. In der Nacht zum Mittwoch bei wolkenlosen Bedingungen tropische Tiefstwerte vor allem im Rheintal um 20°, sonst 20° bis 12°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 21. Juli 2019 20:34:07 Uhr:


Am Mittwoch viel Sonne bei nur zeitweilig hoher Schleierbewölkung, trocken. Schwacher Ostwind und sehr heiße Höchsttemperaturen zwischen 31° im Bergland und 38° im Rheintal. In der Nacht zu Donnerstag weiterhin nur Cirruswolkenfelder, trocken. Zum Teil tropische Tiefstwerte zwischen 22° und 14°.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Mittwoch, 24.07.2019 bis Mittwoch, 31.07.2019 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Sonntag, 21.07.2019, 12:50 Uhr

Meist trocken, viel Sonne und heiß bis sehr heiß.

Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 28.07.2019, Am Mittwoch und Donnerstag meist sonnig und durchweg trocken. Höchstwerte 30° bis 36°, im Südwesten und Westen örtlich 38°. An den Küsten mit Seewind etwas kühler. Schwacher südöstlicher Wind. In den Nächten meist gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 20° bis 15, in größeren Städten West- und Südwestdeutschlands kaum unter 23°.

Am Freitag im Westen und Südwesten sowie an den Alpen Quellwolken und leichte Gewitterneigung. Ansonsten weiterhin viel Sonne. Temperaturmaxima 31° bis 37, entlang vom Oberrhein bis 39°. An den Küsten bei Seewind um 25°. Meist schwacher Wind aus Südost. In der Nacht zum Samstag im Westen und Südwesten einzelne Gewitter. Sonst noch meist klar. Tiefsttemperatur zwischen 23° und 17°. Am Samstag und Sonntag zunächst im Westen und Süden, später auch weiter östlich einzelne und zum Teil heftige Gewitter mit Unwettergefahr. Im weitaus größten Teil Deutschlands aber noch trocken und viel Sonne. Im Norden und Westen mit 25° bis 30° nicht mehr ganz so heiß wie bisher. Im Osten und Süden aber weiterhin Höchstwerte zwischen 31° und 35, in der Lausitz am Samstag bis 38°. Meist schwacher Wind aus West bis Nordwest, tagsüber leicht böig auffrischend. In den Nächten abklingende Gewitter, verbreitet klar und Temperaturminima zwischen 20° und 15, in größeren Städten um 22°.





Trendprognose für Deutschland, von Montag, 29.07.2019 bis Mittwoch, 31.07.2019, Meist viel Sonne, erst zur Wochenmitte hin wieder zunehmende Gewittergefahr. Im Süden und in Teilen der Mitte erneuter leichter Temperaturanstieg, im Nordwesten und Norden dagegen kaum geänderte Temperaturen.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Thomas Schumann
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Thomas Schumann 


10 Tage yr-Wettervorhersage Gaggenau


Unsere Atmosphäre - ein Blick zurück!

Die Atmosphäre der Erde - eine abenteuerliche Entwicklungsgeschichte!
Es folgt eine Reise durch die Vergangenheit von der "Geburt" der
Atmosphäre bis heute.

Ein sehr gewittriger Samstag liegt hinter uns - besonders in der
Nordhälfte des Landes. Starkregen, Hagel und Sturmböen sorgten dort
lokal für Schäden. Die in Verbindung mit einer von West nach Ost
durchziehenden Gewitterlinie befürchteten schweren Sturm- oder sogar
orkanartigen Böen blieben in der Fläche aber zum Glück größtenteils
aus. Einzig in der Südhälfte Brandenburgs und im nördlichen Sachsen
traten etwas verbreiteter schwere Sturmböen auf. Unter dem Strich hat
die Atmosphäre also wieder einmal (zumindest ansatzweise) gezeigt,
was in ihr steckt, wie man so schön sagt.

Ohne Atmosphäre kein Wetter! Darüber wurde bereits im Thema des Tages
vom vergangenen Freitag (Link unten angehängt) berichtet, das mit der
Zusammensetzung der Erdatmosphäre endete. Nochmals zur Wiederholung:
Sie besteht aus einem Gasgemisch, das sich grob gesagt zu 80 % aus
Stickstoff und 20 % aus Sauerstoff zusammensetzt (Wasserdampf, Argon
und Spurengase lassen wir jetzt mal außen vor). Das war allerdings
nicht immer so. Vielmehr kann unsere Atmosphäre bisher auf ein sehr
"bewegtes Leben" zurückblicken. Wagen wir einen Blick zurück und
begleiten die Erdatmosphäre von ihrer "Geburt" bis zu ihrem jetzigen
Zustand.

Als vor etwa 4,6 Milliarden Jahren die Erde entstand, dauerte es
vergleichsweise nicht lange (nur wenige Millionen Jahre) bis sich um
diesen neuen Planeten eine erste Gashülle legte - die sogenannte
Uratmosphäre. Sie bestand wahrscheinlich zum größten Teil aus
Wasserstoff (92 %) und zu einem geringen Teil aus Helium (7 %).
Stickstoff kam nur zu 0,008 % und Sauerstoff zu 0,006 % vor. 100 Mio.
Jahre später, also vor rund 4,5 Mrd. Jahren, wurde die erste
Erdatmosphäre schon wieder (im wahrsten Sinne) weggeblasen. Zum einen
erhitzte sich die Erdoberfläche durch die ständigen Materieeinschläge
so stark, dass die relativ leichten Wasserstoff- und Heliummoleküle
durch ihre dadurch erhöhte Bewegungsenergie ins Weltall entfliehen
konnten. Zum anderen nahm zusätzlich unsere Sonne ihre "Arbeit" auf,
indem in ihrem Inneren die Kernfusion "gestartet" wurde. Dem dadurch
entstandenen Sonnenwind (geladene Teilchen, die von der Sonne in alle
Richtungen geschossen werden) hatte unsere Uratmosphäre nichts
entgegenzusetzen. Sie wurde förmlich von der Erde weggerissen. Dieser
Sonnenwind war damals vermutlich 1000-mal so stark wie heutzutage,
weshalb er unserer jetzigen Atmosphäre kaum noch etwas anhaben kann.


Im weiteren Verlauf ließen die Materieeinschläge mehr und mehr nach,
wodurch sich die Erde allmählich abkühlen konnte. Infolge des
Ausgasens (Gasaustritt aus z.B. Gesteinen und Lava) konnte sich vor
etwa 4 Mrd. Jahren eine neue Atmosphäre ausbilden. Die Wissenschaft
geht davon aus, dass sich dieses Gasgemisch hauptsächlich zu rund 80
% aus Wasserdampf, etwa 10 % aus Kohlendioxid und bis zu 7 % aus
Schwefelwasserstoff zusammensetzte. Stickstoff machte dabei nur einen
Anteil von 0,5 % aus, Sauerstoff kam überhaupt nicht vor.

Dadurch, dass sich die Erde immer weiter abkühlte, fing der
Wasserdampf allmählich an, zu kondensieren - und zwar im ganz großen
Stil! Das Ergebnis folgte vor rund 2,3 Mrd. Jahren mit der Entstehung
der Weltmeere. Diese waren in Verbindung mit den vorhandenen Gasen
und der starken UV-Strahlung der Sonne der Startschuss für zahlreiche
chemische Reaktionen. Einzig der Stickstoff blieb davon weitgehend
verschont, sodass sich vor etwa 2 Mrd. Jahren eine neue, d.h.
Atmosphäre Nr. 3 entwickeln konnte. Sie bestand zum Großteil aus
Stickstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf. Damit kommen wir der
jetzigen Atmosphärenbeschaffenheit schon ein großes Stück näher.

Fehlt eigentlich nur noch der Sauerstoff. Dieser entstand durch
Fotosynthese, die durch sogenannte Cyanobakterien betrieben wurde.
Sie produzierten dadurch Sauerstoff, was wiederum der Startschuss für
die Ozonbildung war. Diese war ihrerseits wieder die Voraussetzung
für die weitere Entwicklung von Leben auf der Erde, da sie einen Teil
der einfallenden UV-Strahlung "unschädlich" machte. Damit konnte sich
der Sauerstoffgehalt auf der Erde innerhalb von 1 Mrd. Jahre
verzehnfachen.

Vor etwa 700 Mio. Jahren war die Ozonschicht dann stark genug, um so
viel UV-Strahlung von der Erdoberfläche fernzuhalten, dass sich die
Pflanzenwelt nicht nur im Meer, sondern auch auf dem Land ausbreiten
konnte. In der Folge "florierte" förmlich die Sauerstoffproduktion,
sodass schließlich vor gut 350 Mio. Jahren das heutige
Sauerstoffniveau erreicht wurde. Langsam aber sicher gewann die
Atmosphäre damit ihre heutige Zusammensetzung.

Damit sind wir nach dieser langen Reise endlich wieder in der
Gegenwart angekommen. Da heißt es erst mal: durchatmen!

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.07.2019

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