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Wettervorhersage

Letzte Aktualisierung: 21.09.2018, 17.34 Uhr


Von Nordwesten greift heute Nachmittag eine Kaltfront auf Baden-Württemberg über und verdrängt damit die warme Luft. Morgen sorgt ein Zwischenhoch für stabiles, aber nur noch mäßig warmes Wetter. WIND/STURM: Im Flachland verbreitet Windböen um 60 km/h, kurzzeitig auch Sturmböen um 80 km/h. Auf dem Feldberg auch schwere Sturmböen um 90 km/h. Am Abend von Nordwesten her nachlassend. GEWITTER: Tagsüber vor allem am Schwarzwald, auf der Alb und im Allgäu geringes Risiko für Gewitter mit Starkregen bis 20 l/qm in einer Stunde, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen um 85 km/h.


 

Radarfilm Baden-Württemberg (Niederschlag)

 

Aktuelle Beobachtungen aus Baden-Württemberg

Bis in die Nacht windig, teils stürmisch. In Gipfellagen schwere Sturmböen. Im Süden geringes Gewitterrisiko.


Heute Nachmittag häufig viele Wolken und von Nordwesten aufkommender Regen, bis zum Abend in den Südosten ausbreitend. Am Schwarzwald, auf der Alb sowie im Allgäu geringes Gewitterrisiko. Höchstwerte 21 bis 28 Grad. Mäßiger, von Süd auf West drehender Wind mit zunehmend starken bis stürmischen Böen. In exponierten Gipfellagen einzelne schwere Sturmböen. In der Nacht zum Samstag stark bewölkt. Nach Südosten abziehender Regen, nachfolgend einige Wolkenauflockerungen. Ausgangs der Nacht verbreitet trocken. Tiefstwerte 11 bis 6 Grad. Rasch nachlassender Wind, am Feldberg anfänglich noch stürmische Böen aus West.

Am Samstag Wechsel aus Sonne und Wolken, trocken. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 23 Grad. Schwacher bis mäßiger Westwind, zeitweilig frische bis starke Böen. In der Nacht zum Sonntag immer mehr Wolken und in der zweiten Nachthälfte zeitweise Regen. Tiefsttemperaturen zwischen 11 und 6 Grad. Am Feldberg gegen Morgen erste Sturmböen aus Südwest.

Am Sonntag im Norden stark bewölkt und leichter, zeitweise auch schauerartig verstärkter Regen. Im Süden nur wenig Regen und teils aufgelockerte Bewölkung. Gegen Abend im Westen steigendes Gewitterrisiko. Höchstwerte zwischen 18 und 26 Grad. Mäßiger Südwest- bis Westwind, starke bis stürmische Böen, in Schwarzwaldgipfellagen auch schwere Sturmböen bis orkanartige Böen. In der Nacht zum Montag bedeckt, leichter bis mäßiger, zeitweilig auch kräftiger Regen. Tiefstwerte zwischen 13 und 6 Grad. Im Flachland starke bis stürmische Böen, im Bergland Sturmböen aus West. Auf Schwarzwaldgipfeln ganz vereinzelt orkanartige Böen.

Am Montag im Tagesverlauf immer mehr Sonne und kaum noch Tropfen. Ab dem Mittag überall trocken. Maxima von 11 bis 19 Grad. Schwacher bis mäßiger, teils stark böiger West- bis Nordwestwind. In der Nacht zum Dienstag vorherrschend gering bewölkt und trocken. Minima zwischen 7 und 2 Grad.

Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Montag, 24.09.2018 bis Montag, 01.10.2018
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 21.09.2018, 13:46 Uhr

Im Nordosten leicht wechselhaft, sonst Wetterberuhigung.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 28.09.2018,
Am Montag an den Alpen zunächst Regen, im Tagesverlauf nachlassend,
Schneefallgrenze auf etwa 1400 Meter sinkend. Sonst in der
Nordosthälfte wechselhaftes und windiges Schauerwetter, im Nordosten
kurze Graupelgewitter. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 19 Grad.
Mäßiger bis frischer und böiger Nordwestwind, besonders im Norden und
Osten mit stürmischen Böen oder einzelnen Sturmböen. An Nord- und
Ostsee sowie in einigen Hochlagen vor allem anfangs schwere
Sturmböen.
In der Nacht zum Dienstag an den Alpen und im östlichen Bergland
anfangs letzte Niederschläge, später nachlassend. In Küstennähe
Schauer, sonst teils wolkig, teils klar. Besonders im Binnenland
abnehmender Wind. Abkühlung auf 8 bis 2 Grad. In windgeschützten
Lagen im Süden vereinzelt leichter Frost. An der See allgemein
milder. Stellenweise Nebel.
Am Dienstag im äußersten Norden und Nordosten wechselnd bewölkt mit
Schauern, vereinzelt kurze Gewitter. Sonst wolkig mit Aufheiterungen,
im Südwesten auch sonnig. Allgemein niederschlagsfrei. Höchstwerte
zwischen 13 und 18 Grad. An der See wieder auffrischender westlicher
Wind mit starken bis stürmischen Böen, sonst schwacher Wind aus
nördlichen bis westlichen Richtungen.
In der Nacht zum Mittwoch im Nordosten einige Schauer, sonst trocken,
teils klar und stellenweise Nebel. Abkühlung auf 8 bis 1 Grad. Im
Süden gebietsweise Bodenfrost.
Am Mittwoch im Südwesten und Westen teils sonnig und trocken, sonst
mehr Wolken und im Norden und Osten vereinzelt leichte Schauer nicht
ausgeschlossen, meist aber auch dort trocken. Temperatur am
Nachmittag 14 bis 19 Grad. Schwacher Wind aus westlichen bis
nördlichen Richtungen, an der See und im höheren Bergland einige
stärkere Böen.
In der Nacht zum Donnerstag teils klar und Abkühlung auf 8 bis 0
Grad, örtlich Bodenfrost und Nebel. Im Norden wolkiger und milder.
Am Donnerstag im Norden und Osten wolkig, ab und zu leichter Regen.
In der Südwesthälfte Aufheiterungen und trocken. Temperaturanstieg
bis zum Nachmittag auf 14 bis 20 Grad. Im Norden teilweise mäßiger
Westwind mit starken Böen der See. Sonst schwachwindig.
In der Nacht zum Freitag Tiefstwerte 9 bis 3 Grad.
Am Freitag von Norden her Durchzug von starker Bewölkung und einigen
Schauern, nach Südwesten und Westen zu kaum Regen. Nachfolgend wieder
Auflockerungen. Höchstwerte zwischen 13 und 19 Grad. Böig
auffrischender und auf Nordwest bis Nord drehender Wind.
In der Nacht zum Samstag vermehrt Auflockerungen. Örtlich Nebel bei
Tiefsttemperaturen zwischen 8 und 2 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 29.09.2018 bis Montag,
01.10.2018,
Meist ruhiges Herbstwetter bei durchschnittlichen Temperaturen. Im
Norden und Osten leicht unbeständig.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Bernd Zeuschner

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst


Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Tief ELENA ist der erste Herbststurm in diesem Jahr. Es befindet sich
am heutigen Freitagmittag mit einem Kerndruck von 975 hPa über der
zentralen Nordsee und zieht unter weiterer Vertiefung nach
Südnorwegen. Die Kaltfront hat den äußersten Westen Deutschlands
erreicht und schwenkt im Tagesverlauf rasch nach Ostsüdosten durch.
Sie leitet einen deutlichen Temperaturrückgang ein und beendet somit
das hochsommerliche Wetter. Aufgrund des starken Druckgradienten
wurden an der Nordseeküste heute Mittag bereits die ersten Sturmböen,
auf Helgoland auch schon schwere Sturmböen von knapp 100 km/h
registriert, während im Westen Deutschlands verbreitet die ersten
stürmischen Böen auftraten. Auch in den übrigen Regionen lebt der
Wind böig auf. Mit Durchgang der Kaltfront werden kurzzeitig vor
allem nördlich der Mittelgebirge Sturmböen erwartet. An der
Nordseeküste wird es einzelne orkanartige Böen geben und auch an der
Ostseeküste ist mit schwerem Sturm zu rechnen.

Nach einer Wetterberuhigung am morgigen Samstag, steuert am Sonntag
bereits ein nächstes wetteraktiveres Sturmtief mit Namen FABIENNE auf
das Bundesgebiet zu. Die Modellprognosen haben sich mit ihren
Ergebnissen zwar insgesamt angenähert, jedoch sind die Unterschiede
noch so groß, dass es für uns Meteorologen schwer ist, die exakte
Zugbahn des Sturmtiefs über Deutschland hinweg zu bestimmen. In dem
Zusammenhang bleibt daher auch die Wind- und Niederschlagsentwicklung
noch sehr ungewiss. Bereits im gestrigen Thema des Tages wurden die
Unsicherheiten erwähnt. Je nach Lage des Tiefdruckzentrums lautet die
Vorhersage derzeit entweder "Sturm mit etwas Regen" oder "kräftiger
Regen mit einem "lauen Lüftchen"". Eines ist jedoch sicher: Das
Sturmtief, das am Sonntag auf Deutschland zusteuert, wird es in sich
haben!

Nach derzeitigem Stand wird der Kern des Sturmtiefs FABIENNE am
Sonntagmittag zwischen Südengland und Belgien liegen, wobei aber bei
allen Modellen bereits am Morgen erste Regenfälle auf den Westen
Deutschlands übergreifen. Bis zum Abend wird das Tief noch kräftiger
und dann etwa über dem Mittelgebirgsraum erwartet. Sein Sturmfeld
wird insbesondere die Mitte und den Süden erfassen. Dort werden
verbreitet und vor allem länger andauernd Sturmböen (um 80 km/h),
besonders in den Berglagen auch schwere Sturmböen (bis 100 km/h)
erreicht. In Verbindung mit Gewittern sind zudem orkanartige Böen um
110 km/h nicht ausgeschlossen! In Lagen über 1000 Meter werden bis in
die Nacht zum Montag hinein solch heftige Böen um 110 km/h simuliert.
Der Norden ist vom Wind aber auch nicht ausgenommen. Insbesondere an
der Nordseeküste muss mit dem abziehenden Tief ab Sonntagabend mit
einem länger anhaltenden Nordweststurm gerechnet werden.

Der meiste Regen wird im Bereich des Tiefkerns von Sonntagmittag bis
in die Nacht zum Montag hinein etwa in der Mitte des Landes fallen.
Konkret berechnen die Modelle in einem breiten Streifen vom Rheinland
und der Eifel bis hin zum sächsischen Bergland die größten
Regenmengen mit 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter in 12 Stunden.

Die Auswirkungen des Sturms und des länger andauernden Regens können
erheblich sein! Zum einen sind die meisten Bäume auch nach dem Sturm
am heutigen Freitag noch stark belaubt und bieten eine große
Angriffsfläche. Zum anderen sind die Böden aufgrund der langen Dürre
in diesem Sommer ausgetrocknet und können das Wurzelwerk bei
anhaltenden heftigen Winden nicht lange halten. Oder aber die Äste
brechen einfach ab und Baumstämme knicken wie Streichhölzer um. Mit
dem erwarteten Dauerregen kann es darüber hinaus örtlich zu
Überschwemmungen kommen. Zum Berufsverkehr am Montagmorgen ist somit
besonders in der Südhälfte Deutschlands mit erheblichen Behinderungen
im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen!

Rückseitig des Sturmtiefs hält am Montag dann der Herbst in
Deutschland Einzug! Die Temperaturen rauschen in den Keller und
Montag wird vermutlich nirgendwo mehr die 20-Gradmarke gerissen.
Zudem wird es in der Nacht zum Dienstag im Südosten lokal ersten
Luftfrost und in höheren Lagen der bayerischen Alpen sogar etwas
Schneefall geben.

Dipl.-Met. Julia Fruntke
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.09.2018

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
 
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