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Letzte Aktualisierung: 14.08.2022, 20.26 Uhr
Ein Tief über Nordfrankreich lenkt an seiner Südflanke warme bis sehr warme und zunehmend instabile Luftmassen nach Baden-Württemberg. GEWITTER/UNWETTER: In der Nacht zum Montag vom Schwarzwald bis zum Hochrhein einzelne Gewitter im weiteren Verlauf nach Nordosten und Osten ausbreitend. Dabei Starkregen mit Mengen von 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen um 70 km/h nicht ausgeschlossen. Ab Montagnachmittag örtliche Gewitter ähnlicher Intensität. Punktuell auch UNWETTER durch heftigen Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen um 75 km/h und kleinkörnigem Hagel. STARKREGEN: Ab Montagmittag bis Montagabend vor allem im Bergland gebietsweise Starkregen (außerhalb von Gewittern) mit Mengen bis 35 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Hinweis: Aufgrund länger andauernder Trockenheit besteht verbreitet hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr, am Montag meist nur noch in den nördlichen Landesteilen.
Radarfilm (Niederschlag)
Baden Württemberg

Aktuelle Beobachtungen aus
Baden Württemberg

Radarfilm wetterundklima_vorort


Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 14. August 2022 20:26:07 Uhr:

Kommende Nacht einzelne, am Montagnachmittag örtlich Gewitter, gebietsweise Starkregen.
In der Nacht zum Montag zunehmend stark bewölkt, von Südwest nordostwärts ausbreitende Schauer oder einzelne Gewitter, Schwerpunkt aber in der Südhälfte. Tiefstwerte 19° bis 13°. Mit aufkommenden Schauern mitunter böig auffrischender Südwestwind, bei Gewittern stürmische Böen möglich, sonst meist nur schwachwindig.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 14. August 2022 20:26:07 Uhr:

Am Montag Wolken und sonnige Abschnitte, vor allem im Osten und Nordosten noch Schauer. Ab dem Mittag erneut Schauer und örtlich Gewitter, gebietsweise auch kräftiger Regen. Höchstwerte von 21° im Südschwarzwald, südlich der Alb um 25, nördlich davon in den Niederungen bis 29°. Schwacher Südwestwind, in Böen auch stark, bei Gewittern Sturmböen. In der Nacht zu Dienstag noch einzelne Schauer oder Gewitter, rasch abklingend. Verbreitet aufklarend. Tiefstwerte 18° bis 12°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 14. August 2022 20:26:07 Uhr:

Am Dienstag meist sonniger Start, tagsüber durchziehende Wolkenfelder und einige Quellwolken. Meist trocken. Maxima bei 25° im Bergland und 31° an Rhein und Neckar. Schwacher Wind, meist aus Südwest, einzelne frische Böen. In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt, trocken. Tiefstwerte bei 18° bis 12°.

© Deutscher Wetterdienst

Vorhersage für Deutschland

Datum der DWD-Daten: Sonntag, 14. August 2022 20:26:07 Uhr:

Am Mittwoch im Westen wolkig und einzelne Schauer oder Gewitter, im Osten anfangs sonnig, später auch dort mehr Wolken und einzelne Schauer oder ein Gewitter. Höchstwerte im Bergland bei 24°, am wärmsten vom Kraichgau bis ins Bauland mit bis zu 31°. Schwacher Wind, meist aus nordwestlicher Richtung. In Böen frisch bis stark, bei Gewittern Sturmböen. In der Nacht zu Donnerstag stark bewölkt und von Westen ausbreitender schauerartiger Regen, eingelagerte Gewitter mit stürmischen Böen. Tiefstwerte 18° bis 13°.

© Deutscher Wetterdienst

Deutscher Wetterdienst 10-Tage-Vorhersage für Deutschland von Mittwoch, 17.08.2022 bis Mittwoch, 24.08.2022 ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Sonntag, 14.08.2022, 13:31 Uhr

Teils starke Regenfälle und Gewitter. Ab dem Wochenende wieder Beruhigung.

Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 21.08.2022, Am Mittwoch in der Westhälfte wechselnd bewölkt und gebietsweise schauerartig verstärkter, mitunter gewittriger Regen. Im Osten und Südosten heiter bis wolkig, und nachmittags einzelne, teils kräftige Gewitter. Örtlich Unwetter nicht ausgeschlossen. Höchstwerte zwischen 24° an der Nordseeküste und bis zu 34° in der Lausitz. Von starken Gewitterböen abgesehen schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag im Osten Auflockerungen, vereinzelt Gewitter. Sonst teils kräftige gewittrige Regenfälle. Abkühlung auf 20° bis 14°. Am Donnerstag im Osten zunächst heiter, dann wolkiger und im Tagesverlauf teils starke Gewitter mit Unwettergefahr. Sonst meist wolkig und gebietsweise schauerartiger und örtlich von Gewittern begleiteter und teils kräftiger Regen. Im Osten nochmal bis 33°, sonst 23° bis 29°. Abgesehen von Sturmböen bei Gewittern schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Freitag weiterer Regen und Gewitter. Tiefsttemperatur bei 20° bis 13°. Am Freitag wechselnd bewölkt mit Schauern oder schauerartigem Regen. Im Osten einzelne Gewitter. Im Nordwesten meist trocken. Im Osten bis 28°, sonst 22° bis 27°. Schwacher bis mäßiger, nach Osten zu vorübergehend stark auffrischender West- bis Nordwestwind. In der Nacht zum Samstag im Süden und Osten Regen oder Schauer, sonst stärker auflockernde Bewölkung und meist trocken. Abkühlung auf 18° bis 10°. Am Samstag wechselnd bewölkt und einzelne Schauer im Tagesverlauf, meist aber trocken. Im Osten noch etwas erhöhte Schauerneigung. Temperaturanstieg auf 22° bis 27°. Schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest. In der Nacht zum Sonntag im Süden und an den Küsten etwas Regen, sonst teils klar und niederschlagsfrei. Tiefstwerte 15° bis 10°. Am Sonntag im Norden und Nordwesten Bewölkungszunahme und wieder etwas Regen, sonst Aufheiterungen und weitgehend niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen zwischen 22° und 27°. Schwacher bis mäßiger westlicher Wind. In der Nacht zum Montag gebietsweise Regen, Abkühlung auf 14° bis 9°. .

Trendprognose für Deutschland, von Montag, 22.08.2022 bis Mittwoch, 24.08.2022, Anfangs leicht wechselhaft, dann wieder Hochdruckeinfluss und meist trocken. Wieder Temperaturanstieg auf hochsommerliche Werte.

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Bernd Zeuschner
© Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach
Verfasser(in): Dipl.-Met. Bernd Zeuschner 



Gute Voraussetzungen für eine überdurchschnittliche Hurrikansaison


Im Zeitraum von August bis Oktober erreicht die atlantische
Hurrikansaison üblicherweise ihren Höhepunkt. Die derzeitigen
atmosphärischen und ozeanischen Bedingungen sprechen weiterhin für
eine sehr aktive Wirbelsturmaktivität.

Im Mai haben wir an dieser Stelle (siehe Thema des Tages vom
20.05.2022: https://t1p.de/ulycl) auf die ersten saisonalen
Vorhersagen zur diesjährigen Hurrikansaison geschaut. Die Saison ist
dabei vom National Hurricane Center (NHC) der NOAA (National Oceanic
and Atmospheric Administration) auf den Zeitraum vom 01. Juni bis 30.
November festgelegt worden. Im Juni und Juli haben sich insgesamt
bisher drei benannte tropische Stürme gebildet (Alex, Bonnie und
Colin). Für diesen Zeitpunkt in der Saison liegt diese Anzahl etwa im
Durchschnitt. Die erste Augusthälfte blieb bisher noch ohne benannten
Sturm. Aber wir steuern ohnehin erst auf den jahreszeitlichen
Höhepunkt der Hurrikansaison zu. Im Allgemeinen wird die
Spitzenaktivität erst in den Monaten von August bis Oktober, teils
bis in den November erreicht.

In den vorsaisonalen Prognosen wurde mit einer Wahrscheinlichkeit von
65 Prozent mit einer überdurchschnittlichen Aktivität der tropischen
Wirbelstürme im Atlantik und in der Karibik gerechnet. Sollte dies so
eintreffen, wäre 2022 das siebte Jahr in Folge mit einer
überdurchschnittlichen Sturmaktivität. Der aktualisierte NOAA
Prognoseausblick von Anfang August festigt die Wahrscheinlichkeit für
eine überdurchschnittliche Wirbelsturmbildung, wenngleich sie mit
nunmehr 60 Prozent leicht zurückgeschraubt wurde, gefolgt von einer
leicht gestiegenen 30 prozentigen Chance auf eine nahezu normale und
einer nur 10 prozentigen Chance auf eine unterdurchschnittliche
Saison. Dementsprechend wird in dieser Saison von 14 bis 20 benannten
Stürmen, einschließlich der drei bereits registrierten im Juni und
Juli, ausgegangen. Von jenen sollen sich etwa 6-10 zu Hurrikanen und
davon wiederum 3 bis 5 mit einer größeren Intensität (Kategorie 3
oder höher) entwickeln. Die genaue Vorhersage der Anzahl, des
Zeitpunktes sowie der Zugbahn und Stärke von Tropenstürmen und
Hurrikanen hängt letztlich von den täglichen Wettermustern, den Orten
der Sturmentstehung und den Steuerungsmustern ab. Diese Muster sind
Wochen oder gar Monate im Voraus nicht vorhersehbar. Es handelt sich
daher zunächst um eine Potentialabschätzung. In einer saisonalen
Prognose ist es daher nicht möglich zuverlässig vorherzusagen, ob ein
bestimmter Ort in dieser Saison von einem Wirbelsturm betroffen sein
wird.

Die nur leichten Verschiebungen in den Wahrscheinlichkeitsaussagen
zur Hurrikanaktivität zeigen, dass insgesamt die Grundzutaten für
eine regere Aktivität im Vergleich zur Maiprognose erhalten geblieben
sind. Die gegenwärtigen atmosphärischen Bedingungen in der
Hauptentwicklungsregion im Atlantik sind im Allgemeinen günstig für
die Entwicklung von Hurrikanen und einige dieser Bedingungen werden
voraussichtlich in den Monaten August bis Oktober anhalten. Die
Hauptentwicklungsregion erstreckt sich über den tropischen Atlantik
und das Karibische Meer. Für eine aktive Hurrikansaison spricht
außerdem die in diesem Jahr außerordentlich überdurchschnittliche
Aktivität des westafrikanischen Monsuns. Die dort entstehenden
tropischen Wellen laufen in der Regel in den Ostatlantik aus. Diese
Wellen begünstigen dann die Entwicklung von tropischen Stürmen und
Hurrikanen.

Auch auf den tropischen Pazifik gilt es zu schauen, um die Prognose
der Hurrikanaktivität zu präzisieren. Die bereits vor der Saison
aktive La Nina Phase (periodische Abkühlung des tropischen Ost- und
Zentralpazifiks) hält mit über 60 Prozent Wahrscheinlichkeit auch in
den nächsten drei Monaten an. Für ein Umkippen in die El Nino Phase
besteht praktisch keine Chance. La Nina ist nicht nur förderlich für
eine regere Sturmsaison im Atlantik, sondern erhöht auch die Chance
für intensivere, größere Hurrikane der Kategorie 3 oder höher. So
wird durch die La Nina Konfiguration im Atlantik in aller Regel eine
verringerte vertikale Windscherung (Richtungs- und
Geschwindigkeitsänderung mit der Höhe) und eine höhere Instabilität
der Atmosphäre gefördert. Beide Bedingungen sind förderlich damit
sich Gewitterwolken stärker zusammenballen und zu einem Wirbelsturm
formieren können.

Ein Faktor der gegebenenfalls eher für eine normale Hurrikansaison
sprechen könnte, ist die derzeitige Meeresoberflächentemperatur. Ab
einer mehr als 27 Grad warmen Meeresoberfläche wird durch Verdunstung
besonders effektiv Energie und tropische Feuchtigkeit für die
Entwicklung von tropischen Systemen bereitgestellt. Die aktuelle
Meeresoberflächentemperatur im tropischen Atlantik und der Karibik
liegt derzeit über 27 Grad (siehe Abbildung: https://t1p.de/k32l0).
Damit bewegen sie sich nur leicht über dem langjährigen Durchschnitt.
In den letzten zwei Monaten waren sie phasenweise sogar leicht
unterdurchschnittlich. Die aktuellen Prognosen der
Meeresoberflächentemperatur gehen für den Rest der Saison auch eher
von Werten nahe dem Durchschnitt aus. In der Maiprognose wurde noch
eine deutlich überdurchschnittliche Meeresoberflächentemperatur
erwartet.

Nichtsdestotrotz ist in der Zusammenschau der beschriebenen Faktoren
noch genügend Potential für eine aktive Hurrikansaison in den
nächsten rund drei Monaten vorhanden. Sobald die Saison Fahrt
aufnimmt, werden Sie sicher an dieser Stelle über besonders
ausgeprägte oder schadensträchtige Wirbelsturmexemplare lesen können.



M.Sc.-Met. Sebastian Altnau
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 14.08.2022

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